Kastration von Katzen und Katern - damit aus zwei nicht tausende werden!

Nicht auf alle Katzenwelpen wartet ein schönes Zuhause...
Nicht auf alle Katzenwelpen wartet ein schönes Zuhause...© GettyImages

Die Tage werden länger, die Fortpflanzungszeit bei Katzen beginnt.

Katzen haben eine sehr hohe Reproduktionsrate: Eine Katze kann ab dem 5. Monat geschlechtsreif werden und ab diesem Zeitpunkt bis zu 3 Würfe mit durchschnittlich 4 Welpen pro Jahr werfen.

Jahr für Jahr - unzählige ungewollte Katzenwelpen

...jahrlich landen unzählige Welpen in Tierheimen.
...jahrlich landen unzählige Welpen in Tierheimen.© GettyImages


Da es ohne gezielte Kastration niemals so viele Plätze für den Katzennachwuchs gibt, wie benötigt würden, bedingt eine unkontrollierte Vermehrung von Katzen zwangsweise sehr viel Tierleid. Jährlich werden unzählige Katzenwelpen geboren.
Da viele der Jungtiere ungewollt und unerwünscht sind, findet nur ein Teil davon ein schönes Zuhause. Viele Katzenkinder werden durch verbotene und tierquälerische Methoden wie Vergiften, Erschlagen oder Ertränken „entsorgt", andere werden ausgesetzt oder - wenn sie Glück haben-  in einem der bereits überfüllten Tierheime abgegeben.

Um dies zu verhindern, gilt laut TSchG die Regelung, dass jede Katze (männlich und weiblich) kastriert werden muss, wenn sie Zugang zum Freien hat; ausgenommen hiervon sind nur gemeldete Zuchttiere.

Haben Katzen einen Halter ist dieser also neben der Sicherstellung der artgerechten Versorgung auch für die Kastration (mit Ausnahme gemeldeter Zuchttiere) der Tiere verantwortlich.

Kastration - was ist das?


Unter „Kastration" versteht man einen operativen Routineeingriff, bei die hormonproduzierenden Keimdrüsen entfernt werden.

Vorteile der Kastration


Der größte Vorteil dieser Operation ist, dass der unkontrollierten Vermehrung Einhalt geboten und in weiterer Folge Tierleid verhindert wird. Auch das operierte Tier selbst profitiert in vielfacher Hinsicht von der Kastration, denn durch das verringerte Risiko hormoneller Erkrankungen, den Wegfall tagelanger Streifzüge auf der Suche nach einem Fortpflanzungspartner und das damit verbundene Unfall- und Verletzungsrisiko sowie ein verringertes Risiko der Infektion mit FeLV (= Leukose) oder FIV (= Katzenaids) durch Paarungsbisse und Revierkämpfe haben kastrierte Katzen und Kater eine deutlich höhere Lebenserwartung.

Informieren statt Ignorieren!

Folder TSO zum Thema Katzenkastration
Folder TSO zum Thema Katzenkastration© TSO


Der Folder der Tierschutzombudsstelle Steiermark „Kastration von Katzen und Katern - damit aus zwei nicht tausende werden" enthält eine Vielzahl an Informationen rund um das Thema Kastration bei Haus- und Streunerkatzen.

Für Interessierte liegt ein Teil der Folder in der TSO zur Vergabe auf, zudem kann der Folder  hier heruntergeladen sowie auf Wunsch übermittelt werden.

Für Fragen und Informationen rund um das Thema Tierschutz steht Ihnen die Tierschutzombudsstelle Steiermark gerne zur Verfügung.

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