Tätigkeitsbericht der Tierschutzombudsstelle für die Jahre 2024 bis 2025
Die Tierschutzombudsstelle Steiermark hat in den Jahren 2024 und 2025 eine steigende Anzahl an Verfahren bearbeitet. Insgesamt waren die Mitarbeiter der Tierschutzombudsstelle in 578 beziehungsweise 679 Verwaltungsverfahren involviert und verfassten Stellungnahmen zu 187 bzw. 191 Verfahren. Besonders häufig betrafen die Verfahren Hunde und Katzen. Zudem wurden 296 beziehungsweise 255 Hinweise auf tierschutzwidrige Haltungen geprüft, wobei in 135 bzw. 107 Fällen Verstöße festgestellt wurden. Die Tierschutzombudsstelle setzt weiterhin auf Prävention und Bildung, insbesondere durch Projekte an Schulen, um Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit Tieren zu vermitteln. Dazu gehören Workshops wie "Wuffzack" und die Projekte "Tierprofi Versuchstiere" und "Tierprofi Nutztiere". Zusätzlich wird ein Hochschullehrgang zur Tierschutzbildung angeboten. Neben der Bildungsarbeit engagiert sich die Tierschutzombudsstelle im Bereich Wildtierschutz und Verkehrssicherheit und vergibt einen Tierschutzpreis für tierfreundliches Bauen. Trotz steigender Arbeitsbelastung und Personalabbau strebt das Team eine wirkungsvolle Wahrnehmung der gesetzlichen Aufgaben an.
Der aktuelle Tätigkeitsbericht zeigt erneut, dass die Arbeit für das Team der Tierschutzombudsstelle (TSO) des Landes Steiermark herausfordernd ist und die Aufgaben vielfältig sind. Die Tierschutzombudsstelle war 2024 insgesamt in 578 Verwaltungsverfahren eingebunden, 2025 waren es sogar 679. Es wurden 2024 in 187 Verwaltungsverfahren Stellungnahmen verfasst, 2025 waren es 191 Stellungnahmen zu Verwaltungsverfahren, auch dies sind im Vergleich zu den Jahren zuvor mehr. Tierschutzombudsfrau Karoline Schlögl hebt hervor, dass die Tierschutzombudsstelle 2024 in 416 Verwaltungsstrafverfahren, eingebunden wurden, 2025 waren es sogar 532. Erneut sind Hunde und Katzen im Vergleich zu Nutztierarten wie zum Beispiel Rinder, Schweine, Pferde, usw. sowohl bei Verwaltungsverfahren, als auch bei Verwaltungsstrafverfahren überrepräsentiert.
2024 wurden 296 Meldungen mit dem Verdacht auf tierschutzwidrige Haltungsbedingungen behandelt; bei 135 Meldungen wurden tatsächlich tierschutzwidrige Vorkommnisse festgestellt. 2025 waren es 255 Meldungen, wovon 107 tatsächlich tierschutzrelevant waren. Diese Zahl ist im Jahr 2025 im Vergleich zum Jahr davor rückläufig. „Das kann daran liegen, dass Meldungen prinzipiell schriftlich eingebracht werden müssen, was unter Umständen manchen zu mühsam ist und vielleicht auch die Befürchtung besteht, dass der Name genannt wird, obwohl wir immer darauf hinweisen, dass wir verantwortungsbewusst mit uns anvertrauten Daten umgehen. In dringenden Fällen, wie zum Beispiel bei Gefahr in Verzug, bitten wir auch um direkte Kontaktaufnahme mit der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde oder der Polizei, ohne vorherige Meldung an uns, damit den Tieren schneller geholfen werden kann", erklärt Schlögl.
Bewusstseinsbildung bei Kindern
Um bereits bei Kindern einen art- und tiergerechten Umgang mit Heim- und Nutztieren zu fördern, setzt die Tierschutzombudsfrau in bewährter Weise weiterhin auf Prävention durch Bildung. So wurden 2024 die Projekte „Wuffzack" (Workshops an Volksschulen zur Schulung eines verantwortungsbewussten und respektvollen Umgangs mit Hunden) und Workshops zu Versuchstieren (Tierprofi Versuchstiere) sowie das Projekt „Tierprofi Nutztiere" (Broschüre zum Thema Tierschutz bei Nutztieren) an Schulen mit dem Verein „Tierschutz macht Schule" umgesetzt. 2025 begann zudem der 5. Hochschullehrgang „Tierschutzbildung macht Schule" an der Pädagogischen Hochschule Steiermark. „Man darf nicht unterschätzen wie wichtig es ist bereits Kindern einen respektvollen Umgang mit Tieren beizubringen, diese sind die Erwachsenen von Morgen", unterstreicht Schlögl die Wichtigkeit der Zusammenarbeit.
Zu den Projekten der Tierschutzombudsstelle zählt neben der intensiven Zusammenarbeit mit dem Verein Tierschutz macht Schule, der sich für eine wissensbasierte und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Vermittlung von Tierschutzinhalten für Kinder und Jugendliche einsetzt, auch die Mitarbeit am Projekt Wildtierschutz und Verkehrssicherheit. Darüber hinaus vergibt die Tierschutzombudsstelle den Tierschutzpreis des Landes Steiermark für besonders tierfreundliches Bauen im ländlichen Raum und stellt über ihre Webseite umfassende Informations‑ und Wissensinhalte zur Verfügung.
„Wir haben das Gefühl, dass die Arbeit in unserem Bereich nicht weniger wird und nie endet. Mein Team hat es geschafft, unsere gesetzliche Parteistellung noch wirkungsvoller wahrzunehmen und uns stärker in Verfahren einzubringen als in den Jahren zuvor. Ich hoffe, dies gelingt mir auch künftig, obwohl im Personalbereich Einsparungen notwendig sind", betont Karoline Schlögl abschließend.
Weitere Details können im
Tätigkeitsbericht der Tierschutzombudsstelle für die Jahre 2024 bis 2025 nachgelesen werden.

