Aktueller Tätigkeitsbericht der steirischen Tierschutzombudsfrau

Resümee: Herausforderungen sind in allen Bereichen gestiegen

Tierschutzombudsfrau Fiala-Köck mit Neo-Landesrat Anton Lang und "Pluto"
Tierschutzombudsfrau Fiala-Köck mit Neo-Landesrat Anton Lang und "Pluto"© steiermark.at / Strasser

Graz (1. Juni 2016).- Gemeinsam mit dem zuständigen Landesrat Anton Lang präsentierte die steirische Tierschutzombudsfrau Barbara Fiala-Köck heute Vormittag (01.06.2016) im Medienzentrum Steiermark ihren aktuellen Tätigkeitsbericht. Insgesamt war die Tierschutzombudsstelle 2015 in 487 Verfahren eingebunden, dabei handelte es sich um 255 Verwaltungsverfahren und 232 Verwaltungsstrafverfahren. „Den Tieren gegenüber loyal zu sein und ihnen eine Stimme zu geben, ist ein Herzensanliegen von mir", betonte Barbara Fiala-Köck bei der Pressekonferenz im Medienzentrum Steiermark. Ihre Hauptaufgaben sind die Vertretung der Interessen des Tierschutzes im Rahmen der Parteistellung in Verwaltungs- bzw. Verwaltungsstrafverfahren, die Mitgliedschaft im Tierschutzrat, die Leitung zweier Arbeitsgruppen und entsprechende Tätigkeiten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. „Barbara Fiala-Köck leistet bei uns in der Steiermark als Tierschutzombudsfrau wertvolle und unverzichtbare Arbeit. Nicht nur für viele Tierhalter ist sie eine höchst kompetente Ansprechperson, etwa bezüglich Information und Aufklärung. Auch für Behörden, Tierschutzvereine und andere Tierschützerinnen und Tierschützer ist ihr Wissen eine enorme Hilfe. Sie ist eine unverzichtbare Institution, besonders wichtig sind auch ihre Tätigkeiten im Bereich der Bewusstseinsbildung, vor allem bei unseren Kindern und Jugendlichen, sowie die aktive Mitarbeit an relevanten Gesetzesvorschlägen über den Tierschutzrat. Für diesen unglaublichen Einsatz im Interesse der Tiere danke ich aus ganzem Herzen", so der neue Tierschutzlandesrat Anton Lang.

Details aus dem Tätigkeitsbericht
Seit ihrem Amtsantritt als Ombudsfrau sind in allen Bereichen die Herausforderungen gestiegen. 2015 wurden 254 Anzeigen bearbeitet. Von diesen waren 177 auch wirklich Fälle von Tierschutzübertretungen. Konkret waren 110 Heimtiere, 77 Nutztiere und 20 Wildtiere betroffen. „Die im letzten Jahr häufig aufgetretenen schweren Fälle von Tierquälerei haben uns besonders beschäftigt. Da war viel Fingerspitzengefühl und Kompetenz in der Bewältigung der einzelnen Fälle, wie zum Beispiel beim österreichweiten Schlachthofskandal, von mir und meinem Team notwendig", betonte Fiala-Köck. Durch entsprechende amtstierärztliche Kontrollen war es möglich, die Lebenssituation der Tiere durch Vorschreibung von Maßnahmen zu verbessern.

Die Tierschutzombudsstelle hat sich mittlerweile als die Anlaufstelle für Tierschutzangelegenheiten in der Steiermark etabliert. So wurden 2015 insgesamt 335 Anfragen schriftlich beantwortet. Die Fragestellungen betrafen sämtliche Bereiche der Tierhaltung von Nutz-, Heim- und Wildtieren. Sehr häufig geht es auch darum, Hilfestellungen für Tierhalterinnen und Tierhalter zu ermöglichen, welche sich in einer persönlichen Notlage befinden. „Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, ist ein weiterer wichtiger Bereich meiner Arbeit", erklärte die Expertin, die in dieser Angelegenheit immer wieder mit dem Verein „Tierschutz macht Schule" zusammenarbeitet.

Tierschutzpreis und Wildtierschutz
Gerade die Nutztierhaltung steht im Fokus des Tierschutzes. Ein großes Anliegen ist Fiala-Köck der Preis „Musterbeispiele für besonders tierfreundliches Bauen im ländlichen Raum". Hier werden jene Landwirte ausgezeichnet, welche sich besonders für eine tierfreundliche Haltung ihrer Nutztiere einsetzen. Mit dem Tierschutzpreis soll die Öffentlichkeit auch darauf aufmerksam gemacht werden, dass jeder mit einer Verhaltensänderung einen Beitrag zum Tierschutz leisten kann. Lebensmittel aus tierfreundlicher Haltung zu Billigstpreisen sind nicht möglich. Heuer wird der Preis am 6. Juli bereits zum siebenten Mal vergeben.

Das Projekt „Wildtierschutz und Verkehrssicherheit Steiermark" wurde auch 2015 fortgeführt. Ziel dieser Initiative ist es, langfristig durch Senkung der Häufigkeit von Wildunfällen Tier-und Menschenleid zu verringern und die Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Geplante Aktivitäten
Mit zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen will die Tierschutzombudsstelle auch dieses Jahr sensibilisieren und sich für den Tierschutz in der Steiermark einsetzen: Am 12. Juni gibt es wieder den Tierschutzflohmarkt am Ikea-Parkplatz in Graz. Wie sich die Nutztierhaltung weiterentwickelt wird am 4. Oktober in einer Fachtagung im Bildungshaus Schloss St. Martin diskutiert.

Den Tätigkeitsbericht 2015 der steirischen Tierschutzombudsfrau finden Sie  hier. Eine Zusammenfassung finden Sie in der  Präsentation

Ein aktuelles Video zur Pressekonferenz steht demnächst auf dem  Videoportal des Landes Steiermark zur Verfügung.

Für Rückfragen stehen Ihnen Barbara Fiala-Köck unter 0676/8666-3966 zur Verfügung. Weitere Infos: www.tierschutzombudsstelle.steiermark.at.  

Graz, am 1. Juni 2016

 

 
Für Medienrückfragen steht Ihnen als Verfasser bzw. Bearbeiter dieser Information:
Sabine Jammernegg unter Tel.: +43 (316) 877-2999, bzw. Mobil: +43 (676) 86662999  und Fax: +43 (316) 877-2294  oder E-Mail: sabine.jammernegg@stmk.gv.at  zur Verfügung.
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