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Verleihung des Tierschutzpreises 2010

„tierschutzkonformes Bauen im ländlichen Raum“

Landesrat Johann Seitinger nahm gemeinsam mit der Tierschutzombudsfrau Dr.in Barbara Fiala-Köck und Landwirtschaftskammer-Präsident ÖkR Gerhard Wlodkowski die Preisverleihung vor.  © H.Fischer
Landesrat Johann Seitinger nahm gemeinsam mit der Tierschutzombudsfrau Dr.in Barbara Fiala-Köck und Landwirtschaftskammer-Präsident ÖkR Gerhard Wlodkowski die Preisverleihung vor.
© H.Fischer

 

am Betrieb

Ing. Manfred und Maria Kopper

am 8. September 2010

 

Landwirtschaftliche Gebäude prägen die Kulturlandschaft und sind Visitenkarten für den Betrieb und eine ganze Region. Sie sind Arbeitsstätte für die landwirtschaftliche Produktion und damit Arbeitsplatz sowie Lebensraum für landwirtschaftliche Nutztiere. Für Stallgebäude müssen viele Anforderungen erfüllt werden, von der (Arbeits-)Wirtschaftlichkeit über die Tiergerechtheit bis zur Umweltverträglichkeit und Einbindung ins Landschaftsbild.

Der Preis für „Tierschutzkonformes Bauen im ländlichen Raum" wurde erstmals von der Tierschutzombudsstelle ausgeschrieben und würdigt zukunftsweisende Bauprojekte in allen Bereichen der Produktion bei landwirtschaftlichen Nutztieren, welche sich durch besondere Tierfreundlichkeit auszeichnen. Ausgeschrieben wurde der Preis steiermarkweit.

Ziel war es, besondere Leistungen und gelungene Konzepte des tierfreundlichen Bauens in der Nutztierhaltung zu prämieren, um die Motivation, im Agrarbereich auf hohem Niveau zu planen und zu bauen, zu steigern und gute Beispiele allen Landwirtinnen und Landwirten sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu präsentieren.

Insgesamt werden € 8.300,-- in den Bereichen Milchvieh-, Schaf-, Ochsen- und Schweinehaltung vergeben. Der Sachpreis für das schönste Tierfoto ergeht an einen Mutterkuhbetrieb.

Gerade in der momentan geführten intensiven öffentlichen Diskussion über Tierhaltung am landwirtschaftlichen Betrieb ist es mir ein großes Anliegen, die Leistungen der bäuerlichen Landwirtschaft auf diese Art und Weise nach Außen zu tragen und der nicht bäuerlichen Bevölkerung zu vermitteln.

 

Ausgezeichnet werden nachfolgend angeführte Betriebe:

Ing. Manfred und Maria Kopper, Bezirk Hartberg:

Innovationspreis für das Bemühen, Kühen insbesondere in der Phase der Hochlaktation besonders tierschutzgerechte Haltungsbedingungen zu gewähren (Kompoststall), gebaut 2009, Außenklimastall für ca. 35 Kühe, Holzkonstruktion mit eigenem Holz, als Einstreu dienen Hobelspäne, welche aus der Nähe bezogen werden. Diese werden in der Regel alle 4 Wochen erneuert, der Boden wird 2 x täglich mit einem speziellen Gerät durchgearbeitet und finden Kühe ihren Bedürfnissen entsprechend geeignete und ausreichend große Liegemöglichkeiten vor.

Preis: € 2.000,--.

Judith und Herbert Windisch, Bezirk Weiz:

Herdebuchzuchtbetrieb für braune Bergschafe (gefährdete Haustierrasse), Stall für derzeit ca.40 Muttertiere und entsprechende Nachzucht, optimale Bauweise in extremer Hanglage(2008),Grasdach im Sommer und Winter, sorgfältige Verwendung des Baustoffes Holz, kreative betriebliche Eigenlösungen (Sicherungsgurt für Schermaßnahmen, selbstkonstruiertes Gerät zur Unterstützung der Durchführung der Klauenpflege bei den Schafen).

Preis: € 2.000,--.

Karl Vorraber, Bezirk Weiz:

Beispielhaft im Bereich der Ochsenhaltung durch überdachte, südseits liegende Außenliegeboxen mit Windschutz kombiniert mit Auslauf und Weidehaltung für 8 Tiere(2005), gelungenes Haltungssystem im Grünlandgebiet.

Preis: € 2.000,--.

Bio-Lehr- und Forschungsbetrieb Moarhof des LFZ-Raumberg-Gumpenstein, Bezirk Liezen:

Der Bio-Lehr- und Forschungsbetrieb Moarhof wird deshalb ausgezeichnet, da durch entsprechende Managementmaßnahmen seitens des Betriebes eine entsprechend tiergerechte Haltung garantiert ist. Im Bereich des Moarhofes wurde ein Laufstallsystem für ca. 25-30 Milchkühe und 35 Tiere weibl. Nachzucht gebaut und wird zusätzlich  eine entsprechende Weidehaltung der Rinder durchgeführt.Es wurde ein Liegeboxenlaufstall mit Außenliegeboxen errichtet, teilweise überdachter Auslauf, Rundholzbau, Vollweidehaltung während des Sommers, bewusster Verzicht auf hohe Einzeltierleistungen zugunsten des Wohlbefindens der Tiere.

Preis: € 1.000,--.

Norbert Hackl, Bezirk Fürstenfeld:

Der Biohof Labonca wird deshalb ausgezeichnet, da auf diesem Betrieb die Würde des Tieres und der Wert des Lebensmittels besonders in den Mittelpunkt der täglichen Arbeit gestellt wird.

„Burgauer Sonnenschweine", auf 20 ha Fläche werden 20 Zuchtsauen und ca.200 Mastschweine gehalten, es wurden Holzstallungen und Teiche und tausende Meter Zaun errichtet, die Schweine können ihre natürlichen Bedürfnisse und Verhaltensweisen wie Wühlen, Suhlen, Nestbauen...ausleben.

Preis: € 1.000,--.

 

Der Sachpreis für das schönste Tierfoto geht an den Betrieb Friedbert Rumpold Bezirk Judenburg. 

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